WISSENSBIBLIOTHEK

UND DIE BELIEBTESTEN WERKZEUGE

Hier findet ihr einen Überblick der beliebtesten Vorgehensweißen und Werkzeugen zur Erstellung, sowie zur Validierung von Geschäftsmodellen. Unsere Geschäftsmodellexperten nutzen die Vorteile dieser Methoden und Tools, um zukunftsfähige Ideen zu realisieren. Unsere Liste wird in den kommenden Wochen stetig erweitert. Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben möchtet, dann schreibt uns einfach an.

Von unseren Experten empfohlen – die besten Werkzeuge

Wissenswertes Rund um die Entwicklung von Geschäftsmodellen:


BUSINESS MODEL CANVAS

Das Business Model Canvas (BMC) ist das perfekte Tool, um sein Geschäftsidee zu entwickeln und zu validieren. Auch wenn für einen selbst seine Idee logisch und valide erscheint, muss der Kunde diese Meinung nicht zwingend teilen. Schlüsselfaktoren darzustellen und zu definieren, können dabei helfen, den Überblick zu behalten. Es gibt zahlreiche Templates, die man sich kostenfrei runterladen kann.

Insgesamt gibt es 9 Elemente zu denen man sich Gedanken machen sollte:

Value PropositionMit welchem Leistungsversprechen tritt dein Unternehmen am Markt auf?

Hier sammelt man alle Informationen, die das Wertangebot eines Unternehmens kennzeichnen. Das Leistungsversprechen ist deshalb das Herzstück des Business Model Canvas.

Customer SegmentsDeine Kunden und Zielgruppen?

Hier sammelt man alles was man über die gewünschte Kundengruppe wissen muss. Es empfiehlt sich die Kundensegmente nach verschiedenen Kriterien zu ordnen (Bsp. Soziodemografische Daten, statische Attribute, Einkaufsfrequenzen, Einkaufsprozess, Grund des Kaufs, Kanalpräferenz).

ChannelsAuf welchen Kanälen wird der Kunde erreicht?

Hier sammelt man alle Informationen darüber, wie der Kunde kauft und welche Kanäle er benutzt. Wie informiert sich erder Kunde? Wie wird er auf das angebotene Produkt aufmerksam und wie kann er es erwerben?

Customer RelationsWie werden Kundenbeziehung gepflegt?

Hier sammelt man alle Informationen, wie ein Unternehmen seine Kundenbeziehung aufbaut und pflegen wird (Bsp. Support-Hotline). Eine effiziente Kundenbindungsstrategie ist ein zentraler Bestandteil erfolgreicher Geschäftsmodelle.

Revenue StreamsWie verdienst Du Geld?

Hier werden alle Informationen gesammelt wie Erlöse erzielt werden. Dabei stehen die wesentlichen Ertragsmechaniken und Einnahmequellen im Vordergrund (Abverkauf von Produkten, zusätzliche kostenpflichtige Serviceleistungen, Subscription-Services etc.)

Key PartnershipsWelche Partner sind für dein Geschäftsmodell notwendig?

Hier sammelt man alle Informationen über notwendige strategische Partnerschaften. Strategische Partner können z.B. Lieferanten, Zulieferer, Joint Ventures oder Technologiepartner sein. Allerdings sollten hier nicht jede einzelne Lieferantenbeziehung aufgelistet werden, sondern nur essentielle Beziehungen für das Geschäftsmodell.

Key ResourcesWelche Ressourcen sind essentiell?

Hier identifiziert man alle erfolgskritischen Ressourcen und stellt sie zur Diskussion, um ein gemeinsames Verständnis über ihre Relevanz zu gewinnen (Bsp. Mitarbeiter, Patente, Infrastruktur etc.)

Key ActivitiesWas muss getan werden, um Erträge zu erzielen?

Die Kernaktivitäten sind alle Abläufe, die besonders wesentlich für den Erfolg sind. Hier geht es darum zu dokumentieren, worauf der besondere Fokus liegen muss, damit ein Unternehmen täglich besser und erfolgreicher wird. Welche besonderen Aktivitäten müssen erbracht werden, um das Leistungsversprechen zu verbessern, Kunden zu gewinnen sowie Ressourcen und Partnerschaften zu pflegen?

Cost StructuresWas sind die wichtigsten Ausgaben?

Dokumentation der wesentlichen Kostenblöcke und Kostentreiber in einem Unternehmen. Diese ergeben sich bereits durch die vorherigen Betrachtungen (Bsp. Akquise-, Einkaufs-, Lizenz-, Ressourcenkosten). Die Kosten sind kein Abbild der genauen Budgetplanung, sondern eine Übersicht erfolgskritischer Kosten und Ausgaben.

Business Model Canvas: nine business model building blocks, Osterwalder, Pigneur & al. 2010

BUSINESS SPARRING

Nicht nur aus dem Boxen kennt man diese Form des Trainings, sondern Sparring gibt es auch für Manager und Unternehmer. Der Austausch mit dem Sparringspartner kommt dem wirklichen Einsatz schon sehr nahe. Anders als beim richtigen Kampf wird aber weder die Gesundheit noch die Karriere des Sportlers gefährdet. Manager und Unternehmer können sie sich an Sparringspartnern testen und können so ihre eigene Ideen ausprobieren. Vor allem kann man aber auch die Ratschläge des Sparringspartners beherzigen und sie gemeinsam mit ihm weiterentwickeln.

Die Entwicklung eines Geschäftsmodells ist ein komplexer Prozess, der weit über die Beschreibung einer Geschäftsidee hinausgeht. Als Gründer und Geschäftsmodellexperten wissen wir, dass insbesondere die erste Phase der präzisen Formulierung des Geschäftsmodells sehr herausfordernd und aufreibend sein kann. ​ Beim Business Sparring geht es darum, Ideen, Konzepte und Strategien gemeinsam zu reflektieren und sich eine zweite unabhängige Meinung einzuholen. Diese Vorgehen soll Klarheit für Entscheidungen und neue Impulse schaffen, sowie unbekannte Potenziale aufdecken.

Ein Blick von außen kann einen großen und entscheidenden Energieschub für Dein Business liefern.​ Nach Abschluss des Sparrings siehst Du dein Geschäftsmodell mit anderen Augen: Klarer!


COMPANY BUILDING

Das Company Building ist eine Unternehmensgründungsform, bei der dich ein Experte aktiv beim Aufbau deines Unternehmens unterstützt und begleitet. Die Erfahrung und der Einsatz eines aktiven und erfahrenen Firmengründers kann dir helfen, in relativ kurzer Zeit eine effektive und strukturierte Unternehmung aufzusetzen.

Generell lässt sich ein Company Building-Prozess in sechs Phasen unterteilen: Ideenfindung, Validierung, Inkubation, Etablierung, Skalierung und Stabilisierung. In einem ersten Schritt geht es um die Ideenfindung. Die Erforschung der Zielmärkte durch diverse Analysemethoden generiert die relevanten Daten, um eine Business-Case-Struktur zu definieren, die im Anschluss zu einem Validierungsplan ausgearbeitet wird. Denn alle Business-Case-Hypothesen müssen gefiltert und validiert werden. Dazu wird eine große Bandbreite an Experimenten durchgeführt. Hier kannst du unterschiedliche Forschungsmethoden nutzen, z. B. Produkt-, Preis-, Absatz- und Kommunikationsforschung, aber auch das Business Model Canvas, das Value Proposition Canvas oder das Kano-Modell. Nach der Validierung geht es an die Inkubationsphase, also den Aufbau von sogenannten Minimum Viable Products, auch bekannt als MVPs. Deine ersten Produktversionen müssen von Testkunden ausprobiert werden, um den Business Case weiter zu schärfen.

Wenn du diese Stufe erfolgreich gemeistert hast, geht es an die Etablierung deines neuen Unternehmens. Das beinhaltet sowohl die Weiterentwicklung von MVPs zu einem verlässlichen und industrialisierten Business Case sowie das Recruitment von geeigneten Mitarbeitern. Anschließend kannst du dein Unternehmen kontinuierlich skalieren, indem du das Verkaufsvolumen steigerst, Prozesse und Ressourcen für das Wachstum nutzt und deinen Business Case kundenorientiert weiterentwickelst. Zuletzt gilt es, dein Unternehmen zu stabilisieren, indem du den Business Case in eine selbständige und autonome Unternehmung überführst.


DESIGN THINKING

Design Thinking ist ein Kreativprozess zur Ideenfindung, der sich am Nutzer orientiert und auf Design-Methoden beruht. Mit Design Thinking kannst du komplexe Problemstellungen aus allen Arbeits- und Lebensbereichen gleichsam systematisch wie kreativ angehen und lösen.

Beim Design Thinking geht es darum, möglichst viele unterschiedliche Sichtweisen auf ein Thema zusammenzubringen, um so eine Vielzahl von Ideenansätzen zu entwickeln und am Ende eine praktikable und für die Nutzer zufriedenstellende Lösung zu schaffen. Damit du dieses Ziel erreichst, sollte dein Team aus möglichst vielen unterschiedlichen Charakteren bestehen, sowohl in fachlicher als auch biografischer Hinsicht. Abseits vom Silo-Denken schafft diese Diversität Synergieeffekte und führt zu ganz neuen, vielleicht auch ungewöhnlichen Ideen. Setzt euch also keine Denk-Grenzen und erlaubt eine offene Fehlerkultur, um Schritt für Schritt der idealen Lösung näher zu kommen. Idealerweise lasst ihr euch dabei von einem ausgebildeten Design Thinking-Coach unterstützen.

Damit sich eure Ideen frei entwickeln und entfalten können, solltet ihr euch einen Ort suchen, den ihr variabel an euren aktuellen Arbeitsstand und daraus resultierende Bedürfnisse anpassen könnt. Dazu gehören sowohl bewegliche Möbel als auch genügend Projektionsflächen zur Sammlung, Systematisierung und Präsentation von Ideen sowie ausreichend Platz und Materialien zum Bauen und Testen von Prototypen.

Der Design Thinking-Prozess selbst besteht aus sechs Phasen, die in iterativen Runden solange wiederholt werden, bis eine nutzerfreundliche Problemlösung gefunden ist. In den ersten drei Phasen „Verstehen“, „Beobachten“ und „Sichtweise definieren“ geht es darum, das Bedürfnis des Nutzers zu verstehen und damit das Problem zu definieren. In den letzten drei Phasen „Ideen generieren“, „Prototypen entwickeln“ sowie „Testen und Optimieren“ geht es darum, das Nutzerbedürfnis zu erfüllen und somit das Problem zu lösen.

Design Thinking Prozess von V. Schandl 2018, für WMDE

DIGITAL BOOTCAMP

Das Digital Bootcamp wurde von #FORTSCHRITT und DIGUM entwickelt. Es handelt sich hierbei um einen fünftägigen Workshop, der 72 Unterrichtseinheiten (UE) mit Digitalexperten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Beratung​ umfasst. Dabei wird in Kleingruppen digitales Grundwissen, Fachwissen und spezifischem Anwendungswissen vermittelt, sowie Soft Skills und agile Projektmanagement Skills​.

Das Digitale Bootcamp fokussiert und erarbeitet folgende Fragen:

Bist Du bereit, Dich für digitale Geschäftsmodelle und agiles Arbeiten zu öffnen und sich einer kundenorientierten Wertschöpfung zu verschreiben?​

Du willst aktiv dazu beitragen, das Umdenken zu einem digitalen Mindset in Deinem Unternehmen voranzutreiben?​

Du willst Dich auf eine neue digitale Kompetenzstufe entwickeln, Dein Wissen mit anderen teilen und in interdisziplinären Teams eigenverantwortlich arbeiten?​

Du willst Multiplikator und Motivator für den digitalen Transformationsprozess in Deinem Unternehmen werden?​

Bist Du bereit, dein Können und Dein Potenziale in einem herausfordernden Umfeld unter Beweis zu stellen?​


DIGITAL MENTORING

Du willst dein Unternehmen digital transformieren? Aber du hättest gerne einen erfahrenen Ratgeber, einen Sparring-Partner auf Augenhöhe? Dann ist Digital Mentoring etwas für dich. Solch ein digitaler Beirat betreut dein Unternehmen im Hinblick auf die digitale Transformation und hilft dir, die Herausforderungen des digitalen Wandels in deinem Unternehmen anzugehen und zu meistern.

Ein digitaler Beirat zeichnet sich insbesondere durch großes Fachwissen und eine hohe Praxiserfahrung aus. Wie im Mentoring üblich, kann es auch beim Digital Mentoring eine Eins-zu-Eins-Beziehung zwischen dir und deinem digitalen Beirat geben, aber natürlich kann dein Beirat auch aus mehreren Personen bestehen. Mit umfangreichem Digital-Know-how ausgestattet, steht dir dein digitaler Beirat zu allen Fragen des digitalen Wandels als Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützt dich dabei, die aktuelle Situation deines Unternehmens zu analysieren und zu bewerten sowie Handlungsoptionen zu entwickeln und zu implementieren.

So kann dir dein digitaler Beirat helfen, dein Geschäftsmodel kritisch zu hinterfragen und anzupassen oder sogar ein ganz neues zu konzipieren und umzusetzen. Ein digitaler Beirat unterstützt dich auch in strategischen Fragen, bei der Konzeption neuer Produkte, dem Aufbau neuer Kommunikationskanäle mit Partnern und Kunden, der Umstellung der Vertriebswege sowie der Implementierung von neuen internen Prozessen. Natürlich immer mit dem Fokus, den digitalen Wandel in deinem Unternehmen nachhaltig voranzutreiben. Die Umsetzung deiner Ideen begleitet und fördert der digitale Beirat auch durch die Vermittlung von persönlichen Kontakten und möglichen Kooperationspartnern aus seinem Netzwerk.

Quelle: https://www.digital-mentoring.de/leistungen/

DIGITAL READINESS CHECK

Mit einem Digital Readiness Check kannst du den digitalen Reifegrad deines Unternehmens bestimmen. Dabei geht es insbesondere um Fragen zur Haltung, Fähigkeit, und Erfahrungen im Rahmen von digitalen Geschäftsmodellen.

Die Auswirkungen der digitalen Transformation sind mittlerweile über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg zu spüren. Neue Anbieter drängen mit neuen Produkten auf neue Märkte. Über Jahrzehnte etablierte Geschäftsmodelle werden verdrängt oder sogar obsolet. Um die Wettbewerbsfähigkeit deines Unternehmens zu erhalten, solltest du darum die Chancen nutzen, die sich durch die digitale Transformation bieten. Dazu wird aber auch die Anpassung deiner Unternehmensstrategie, deines Geschäftsmodells und vielleicht der gesamten Wertschöpfungskette notwendig sein. Um festzustellen, wo dein Unternehmen gerade steht und welche Handlungsbedarfe bestehen, kannst du einen Digital Readiness Check durchführen.

In einem ersten Schritt ermittelst du den Status Quo, also den digitalen Ist-Zustand deines Unternehmens und aller einzelnen Unternehmensbereiche. Wie hoch ist der Digitalisierungsgrad in den einzelnen Unternehmensbereichen? Welche Prozesse sind bereits digitalisiert? Und welche Technologien werden im Umgang mit Partnern und Kunden angewandt? Aus dieser Betrachtung kannst du ableiten, in welchen Bereichen dein Unternehmen bereits gut aufgestellt ist und wo noch Nachhol- bzw. Optimierungsbedarfe bestehen. Nun kannst du die Handlungsfelder bestimmen, in denen Digitalisierungsmaßnahmen aufgesetzt oder verstärkt werden sollen.

Wichtig ist, bei der gesamten Betrachtung nicht nur auf Prozesse zu fokussieren, sondern auch deine Mitarbeiter und die Unternehmenskultur im Blick zu behalten. Wie stehen deine Mitarbeiter der digitalen Transformation gegenüber? Welche Digitalkompetenzen sind in deinem Unternehmen schon vorhanden? Welche Rolle spielt das Thema Veränderung in der Unternehmenskultur? Du willst diesen Weg nicht alleine gehen? Unsere Experten unterstützen dich gern auf deinem Weg in eine digitale Zukunft.


#FORTSCHRITT MATRIX

Eine sich schnell verändernde Unternehmenswelt zwingt Unternehmen sich immer stärker an äußerliche Gegebenheiten anzupassen. Ein Erfolgsfaktor, um das eigene Geschäftsmodell zu sichern und weiterzuentwickeln, ist Innovation. Nur Unternehmen, die heutzutage strukturiert und effizient, wettbewerbsfähige und kundenzentrierte Produkte und Dienstleistungen entwickeln, werden letztendlich ihr Werteversprechen halten und einen Wettbewerbsvorteil erreichen können.

Um Unternehmen bei der Einschätzung Ihrer Innovationsfähigkeit zu unterstützen, hat die Think Tank Beratung #FORTSCHRITT die #FORTSCHRITT MATRIX entwickelt. Die #FORTSCHRITT MATRIX analysiert durch unterschiedliche Fragen die Struktur und die Dynamik innerhalb eines Unternehmens und ordnet es einem der vier Quadranten zu (Siehe Abbildung). Je nach Einordnung können nun Maßnahmen und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um sich zukünftig in Richtung des Optimums von Dynamik und Struktur zu entwickeln. Gerne helfen wir ihnen bei der Auswertung der Ergebnisse Ihres Unternehmens.

Dynamik & Struktur

Die Dynamik in der #FORTSCHRITT MATRIX beschreibt die externen Markteinflüsse, die auf ein Unternehmen einwirken. Zusätzlich findet eine interne Überprüfung, in wie weit das Unternehmen auf diese Einflüsse reagieren und seine jeweiligen Geschäftsprozesse- und Modelle anpassen kann, statt. Im Bereich Struktur stehen die internen Prozesse und die Fähigkeit, Innovationen durch schnelle Entscheidungswege voranzutreiben im Fokus. Hierbei wird ebenfalls betrachtet, ob Skaleneffekte seitens der Organisation erzielt werden können.

Wer die Matrix direkt ausprobieren möchte, findet hier den direkten Link.

Auswertung

Die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens ist insbesondere dann gegeben, wenn sich Dynamik und Strukturen in einem Optimum befinden. Der Optimalbereich (schraffiert) umfasst die Schnittmenge der Normalverteilungen beider Faktoren (Parabeln).

#FORTSCHRITT Matrix

KANO MODELL

Das Kano-Modell stellt einen systematischen Zusammenhang zwischen den Eigenschaften eines Produkts oder einer Dienstleistung und der Kundenzufriedenheit her. Du kannst das Kano-Modell nutzen, um die Zufriedenheit deiner Kunden zu ermitteln und systematisch zu steigern. Die Methodik kann dabei sowohl zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit durch Anpassung bestehender Produkte angewandt werden als auch bei der Neuentwicklung genutzt werden, um Kundenwünsche bereits in der Konzeptionsphase ausreichend zu berücksichtigen. Gleiches gilt natürlich auch, wenn dein Unternehmen Dienstleistungen anbietet.

Laut dem Kano-Modell ergibt sich die Kundenzufriedenheit einerseits aus der Erwartung des Kunden an das Produkt bzw. die Dienstleistung und andererseits aus der vom Kunden wahrgenommenen Leistung.

So werden bestimmte Produkteigenschaften vom Kunden grundsätzlich vorausgesetzt. Sind diese sogenannten Basismerkmale vorhanden, steigert das die Zufriedenheit nicht; sind sie jedoch nicht vorhanden, kann die Zufriedenheit merklich sinken.

Leistungsmerkmale hingegen sind für den Kunden spürbar. Je mehr sie ein Bedürfnis bedienen oder ein Problem beseitigen, desto mehr steigt auch die Kundenzufriedenheit.

Begeisterungsmerkmale wiederum grenzen das Produkt von Konkurrenzprodukten ab, die dieses Merkmal nicht besitzen und das darum vom Kunden auch nicht unbedingt erwartet wird. Diese Unterschiede können genauso wie der Nutzen marginal sein, sich aber dennoch in einem großen Zufriedenheitszuwachs widerspiegeln.

Ein Produkt kann auch Eigenschaften besitzen, die für Kunden vollkommen irrelevant sind. Das Vorhandensein oder auch das Fehlen solcher unerheblichen Merkmale führt darum weder zu gesteigerter Zufriedenheit noch zu wachsender Unzufriedenheit beim Nutzer.

Das Vorhandensein von klaren Mängeln, den sogenannten Rückweisungsmerkmale, resultiert dahingegen direkt in Unzufriedenheit, während das Nichtvorhandensein in Zufriedenheit mündet.

Bei deiner Analyse solltest du stets bedenken, dass unterschiedliche Personen durch verschiedene Gewohnheiten, Ansprüche und Erfahrungen auch unterschiedliche Erwartungshaltungen haben können. Folglich kann ein und dasselbe Produktmerkmal durch sie auch vollkommen unterschiedlich bewertet werden und ganz unterschiedliche Zufriedenheitsstufen auslösen. Zudem gewöhnen sich Menschen im Zeitverlauf auch an neue Produktmerkmale, sodass anfängliche Begeisterunsmerkmale über die Jahre auch zu Basis-Merkmalen mutieren können.

Kano Modell nach Noriaki Kano 1980.

ST GALLER GESCHÄFTSMODELL

Das St. Galler Modell hilft das eigene Geschäftsmodell ausführlich zu beschreiben und von allen Seiten zu durchleuchten. Das Modell ist in vier Kernelemente unterteilt. Wir haben euch zu jedem Kernelement die wichtigsten Fragen zusammengefasst und hoffen das es euch die Beschreibung erleichtert.

WER – KUNDEN

Welche Kunden bzw. –segmente werden hauptsächlich bedient?​

Welche Art von Beziehung erwarten die Kunden und wie werden diese gepflegt?​

Wer sind die wichtigsten Kunden?​

Welche wesentlichen weiteren Anspruchsgruppen bestehen und sind zu berücksichtigen?​

Durch welche Absatzkanäle werden Kunden bedient und angesprochen? ​

Welche Gruppen beeinflussen die Kunden (Meinungsführer, Stakeholder, Anwender, Blogger)?​

Werden die gleichen Kundensegmente von verschiedenen Unternehmensbereichen verschieden angesprochen?​

Welche Menschen stecken hinter den Kunden, welche Art von Beziehung (B2C, B2N) herrscht vor?​

Wird das Kundensegment in 10 Jahren noch das gleiche sein wie heute?​

WAS – NUTZENVERSPRECHEN

Welche Probleme und Bedürfnisse der Kunden werden gelöst bzw. befriedigt?​

Wie ist der wahrgenommene Kundenwert? ​

Welcher Wert bzw. Nutzen wird für den Kunden geschaffen?​

Wie wird dieser Kundennutzen kommuniziert?

​Inwiefern unterschiedet sich das Angebot von der Konkurrenz?​

Welche Alternativen/Substitute besitzt der Kunde?​

Erfüllt das heutige Geschäftsmodell die Kundenbedürfnisse wirklich?  

WIE – WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Welche Schlüsselressourcen benötigt die Erstellung der Angebote bzw. des Nutzenversprechens? ​(physische, personelle, finanzielle, geistiges Eigentum)​

Basiert unsere Wertschöpfungskette auch auf unseren Kernkompetenzen?​

Wer sind die wichtigsten Partner? 

​In welcher Beziehung stehen diese zum Unternehmen und was steuern Sie bei?

​Wer sind die wichtigsten Lieferanten und was liefern sie?

WERT – ERTRAGSMODELL

Welches sind die größten Kostenblöcke und wesentlichen Kostentreiber?

​Welches sind Haupteinnahmequellen und wie werden diese Erträge generiert?​

Wofür sind die Kunden bereit zu zahlen?​

Wo liegen finanzielle Risiken im derzeitigen Ertragsmodell? 

Gassmann, O., Frankenberger, K., Csik, M. (2013). Geschäftsmodelle innovieren. Hanser.

VALUE PROPOSITION CANVAS

Beim Value Proposition Canvas handelt es sich um eine Ergänzung des Business Model Canvas. Durch eine detaillierte Betrachtung der Bereiche „Zielgruppe“ und „Werteversprechen“ kannst du Produkte und Dienstleistungen kreieren, die ganz im Einklang mit den Bedürfnissen deiner Kunden stehen. Ausgehend von einem bestimmten Kundensegment werden auf der Basis von Erfahrungen, Aussagen und Beobachtungen konkrete Aufgaben, Probleme und Nutzen erhoben. Ebenso werden dazu passende Produkte und Dienstleistungen, Problemlöser und Nutzenbringer gesammelt und priorisiert. Das so entstandene Leistungsversprechen kann im Anschluss mit Kunden getestet und in ein profitables Geschäftsmodell eingebettet werden.

Die Wirksamkeit deines Leistungsversprechens kannst du auf vier Ebenen unterstützen: Kommunikation, Wertschöpfung, Bereitstellung und Gewinnerzeugung. Die folgenden Fragen können dir dabei helfen:

Kommunikation

  • Welche Zielgruppen möchtest du bespielen?
  • Worin unterscheiden sich die Zielgruppen und ihre Informationsbedarfe?
  • Wie können Leistungsversprechen auf die einzelnen Zielgruppen zugeschnitten werden?
  • Welche Kommunikationskanäle können von deinem Unternehmen genutzt werden?

Wertschöpfung

  • Auf welchen Ressourcen und Prozessen ist das Leistungsversprechen deines Unternehmens aufgebaut?
  • Mit welchen Schlüsselpartnern kooperierst du, um das Leistungsversprechen zu realisieren?

Bereitstellung

  • Welche Kundensegmente nutzen dein Produkt bzw. deine Dienstleistung?
  • Welche Vertriebskanäle können von deinem Unternehmen genutzt werden?

Gewinnerzeugung

  • Wie sieht die Kostenstruktur deines Unternehmens aus?
  • Wie wird das Leistungsversprechen in Einnahmen umgewandelt?

BRANCHENSTRUKTURANALYSE

Wenn man die Attraktivität seiner eigenen Branche bestimmen möchte, dann ist die Branchenstrukturanalyse das passende Werkzeug dafür. In der Branchenstrukturanalyse werden die 5 Kräfte der Branchenstruktur („Five Forces“) analysiert und bewertet:

1. Verhandlungsmacht der Lieferanten | 2. Verhandlungsmacht der Kunden | 3. Bedrohung durch neue Wettbewerber | 4. Bedrohung durch Ersatzprodukte | 5. Wettbewerbsintensität in der Branche

The five competitive forces that shape strategy, PORTER 1989; modified by https://www.invoiceberry.com/

Das Analyseraster des Branchenstrukturmodells ermöglicht die Struktur einer Branche und die Wettbewerbssituation systematisch zu untersuchen. Aus der Entwicklung der Wettbewerbssituation lässt sich erkennen, ob die fokussierte Branche für das eigene Unternehmen attraktiv ist, also eine langfristig profitable Entwicklung ermöglicht. Zur Bestimmung der Branchenattraktivität sind folgende „Five Forces“, zu untersuchen:

Verhandlungsmacht der Lieferanten

Die Verhandlungsmacht der Lieferanten bestimmt, wie sehr diese ihre Interessen in einer Geschäftsbeziehung mit dem Unternehmen durchsetzen können. Bei einer hohen Verhandlungsmacht kann das zu höheren Preisen oder schlechterer Qualität zum gleichen Preis führen. Dies kann sich negativ auf das Gewinnpotenzial des Unternehmens auswirken.

Verhandlungsmacht der Kunden

Bei einer hohen Verhandlungsmacht der Kunden kommt es in der Regel dazu, dass diese entweder niedrigere Preise verlangen oder bessere Qualität zum gleichen Preis beziehen möchten. Dieses Verhalten wirkt sich natürlich wieder negativ auf die Gewinnaussichten des Unternehmens aus.

Bedrohung durch neue Wettbewerber

Kommen neue Wettbewerber auf den Markt, dann kann dies zu einem Preiskampf führen und den Druck erhöhen. Das Risiko, dass neue Mitbewerber in den Markt eindringen, hängt von der Höhe der Markteintrittsbarrieren ab. Höhere Barrieren bedeuten für die bereits vorhandenen Wettbewerber eine geschütztere Position.  

Bedrohung durch Ersatzprodukte

Ersatzprodukte erfüllen die ähnlichen Kundenbedürfnisse wie das eigentliche Produkt. Diese werden von den Kunden jedoch anders wahrgenommen und sie sprechen andere Kundengruppen an. Solche Ersatzprodukte beeinflussen die Attraktivität einer Branche meist negativ, da Kunden bei Bedarf zu diesen Produkten wechseln könnten.

Wettbewerbsintensität in der Branche

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Rivalität unter den Wettbewerbern. Eine hohe Wettbewerbsintensität manifestiert sich entweder als Preiswettbewerb oder als Leistungswettbewerb. Beide Wettbewerbsformen wirken sich negativ auf die Gewinnaussichten und damit auf die Marktattraktivität aus.

Porters Artikel, sowie ein Videointerview von Porter findet sich hier:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18271320

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